Im Näh-Wahn – eine Kissen-Massen-Produktion

Patchwork-Kissen

Ok, ganz so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht. Aber seit Anfang des Jahres bin ich schon ganz schön im Nährausch. Wenn ich nicht gerade meinem Job nachgehe, sitze ich vor der Nähmaschine. Das hat den großen Vorteil, daß sich die Stoffvorräte langsam mal etwas verkleinern und daß alte, unfertige Projekte endlich mal wieder aus dem Schrank geholt werden. Außerdem finde ich, daß man bei Kissen ein sehr schnelles Erfolgserlebnis hat und viele Techniken und Stoffkombinationen ausprobieren kann. (Kleine Fortschritte und Zwischenberichte findet ihr übrigens rechts unten in der Seitenleiste auf der Tumblr-Seite meines „Labels“ :-)

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So habe ich zum Beispiel angefangen mit ganz normalen Blöcken, habe ganz viele kleine Stoffreste verwendet für’s „English paper Piecing“, bei dem man den Stoff um Papierschablonen faltet und bügelt und sie so in Form bringt und habe mich dann weiter vorgearbeitet zu den sogenannten „Dresden Plates“, aus denen man Kreise, Blumen, Sonnen und dergleichen machen kann.

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Dann habe ich mich am „Foundation Paper Piecing“ versucht, bei dem man Muster erhält, in dem man den Stoff direkt auf ein Stück Papier mit der Vorlage näht. Damit kann man echt tolle Sachen machen, wie zum Beispiel den Origami-Kranich. Wieder eine andere Technik ist der „Somerset Star“, bei dem man den Stoff hauptsächlich in Form faltet. Den habe ich aber nur in einer ganz kleinen Version ausprobiert und habe ihn dann auf ein Täschchen genäht. Die Idee war ganz nett und es sieht auch gut aus, allerdings ist der Stern durch die ganzen Stoffschichten so „fett“ und unbeweglich, daß das beim Nähen schon gestört hat und natürlich das Täschchen auf der Vorderseite ganz hart ist. Na gut, nächstes mal besser :-)

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Jedenfalls finde ich es ganz unglaublich, wieviele Dinge man aus einer einzigen Jelly Roll nähen kann …

Jetzt muß ich mir nur noch überlegen, wo ich die ganzen schönen Stücke am besten an den Mann oder besser, an die Frau bringe. Lieber im Laden hier vor Ort oder über’s Internet? Mmh, mal schauen.

Ja und dann ist da noch ein Projekt, das ich seit knapp drei Jahren mit mir rumschleppe – mein erster Quilt. Damals habe ich noch in meiner vor-vorherigen Wohnung gewohnt, die so klein war, daß ich das Wohnzimmer umräumen mußte, damit ich den Quilt zum Zusammenstecken einmal glatt auf den Boden legen konnte. Sofa und Tische an die Wand und Teppich raus und so. Das Oberteil war auch recht schnell genäht, weil ich mir zu Beginn ein einfaches Muster ausgesucht habe, nämlich ganz schlichte Ziegel. Die Dame im Quiltladen war super lieb und hat mir auf ihrem riesigen Tisch alle Stoffe direkt in 20cm breite Streifen geschnitten, die ich dann nur noch in noch kleinere Stücke schneiden mußte. Alles gleich groß. Super einfach und schnell. Die Herausforderung war eigentlich nur, die unterschiedlichen Muster in eine gleichmäßige Reihenfolge aufzuteilen. Dann die kleinen Stücke zu langen Streifen zusammennähen und dann die Streifen zu einem großen Stück aneinander nähen. Wie gesagt, das ging recht flott. Aber dann … Muß das Ganze gequiltet werden.

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Ich bin ja ein Mensch, der sich gerne selbst herausfordert. Und manchmal bin ich ambitionierter, als es eigentlich gut für mich ist. WARUM habe ich damals gedacht, daß es eine gute Idee ist, meinen allerersten Quilt mit einem Freihand-Blümchen-Muster zu versehen??? Und WARUM konnte ich nicht einfach einen Quilt für’s Sofa machen in einer vernünftigen Größe statt in 180×240, damit er perfekt auf’s Bett passt??? Kann mir das mal jemand verraten?

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Das Quilten an sich ist ja nicht das Problem, das macht eigentlich sogar Spaß, wenn man mal wieder den richtigen Rhythmus gefunden hat und die Stiche einigermaßen gleich lang werden. Dann ist das wir Malen mit Garn. Aber diese Stoffmassen … Da ist einfach zu viel Stoff rechts der Nadel! Ich glaube inzwischen, der Arm meiner Nähmaschine ist besonders kurz. Und als ich damals angefangen hatte, war auch der Tisch, auf dem die Nähmaschine stand, so klein, daß ich praktisch in einem Meer von Stoff saß und mich und den Quilt in der Maschine kaum bewegen konnte. Also habe ich irgendwann aufgegeben, habe alles schön aufgefaltet und im Schrank verstaut. Eigentlich wäre es an der Zeit, das gute Stück wieder rauszuholen und endlich fertig zu machen. Die Nähmaschine ist zwar nicht größer geworden, aber zumindest der Tisch darunter …

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